PROJEKT
WETTBEWERB . HEIM für STUDENTISCHES WOHNEN Kranebitter Alle . Innsbruck
geträumt


LAGE -KONTEXT
Das Grundstück entlang der Kranebitter Allee zeichnet sich durch eine üppige, gewachsene Vegetation aus, die dem Ort trotz der Nähe zu städtischer Infrastruktur eine besondere räumliche Qualität verleiht.
Der Entwurf greift diese Strukturen als Ausgangspunkt auf und entwickelt daraus ein Studentenheim, das zwischen Grünraum, Campus und Stadt vermittelt.
STÄDTEBAU – ERSCHLIESSUNG
Die Baukörper sind zweihüftig angeordnet und orientieren sich an den Fluchten und Wegführungen der umliegenden Wohnbebauung sowie an den bestehenden Baumgruppen.
So entsteht ein Innenhof als halböffentliche Begegnungszone, der das soziale Zentrum der Anlage bildet. Ein Nebeneffekt ist auch, dass die bestehende Wohnanlage einen neu gestaltenten Grünbereich in Form eines Platzes erhält, der deren Wohnqualität positiv beeinflusst.
Die Erschließung des Studentenheims erfolgt von Norden über die Technikerstraße kommend oder von Osten über den Fuß- und Radweg. So gelangt man in den Innenhof des Ensembles.
Die außen liegenden Stiegenhäuser, die in ihrer gerundeten Form an die bestehende Bebauung angelehnt ist, erschließen den Großteil der Zimmer über Laubengänge. Diese sind durch eine davor gesetzte Wand sowohl vor Witterungseinflüssen als auch vor Lärm geschützt. Kleine, den Laubengängen zugeordnete Balkone erweitern die Flächen und ermöglichen eine allgemein nutzbare Außenfläche, da private Balkone für die einzelnen Wohneinheiten in den Vorgaben nicht vorgesehen sind.


Modell und Fotos @ DIE MODELLBAUER Innsbruck
Ein hofartiger Wohncampus, der den bestehenden Grünraum zum Mittelpunkt des studentischen Lebens macht.
GEMEINSCHAFT – NUTZUNG
Über das Gebäude verteilt entstehen Lern- und Aufenthaltsbereiche, Gemeinschaftsküchen und kleinere Arbeitsräume. Auf den Dachflächen entstehen gemeinschaftlich nutzbare Terrassen, während die übrigen Dachbereiche begrünt und für Photovoltaik-Module genutzt werden. Ergänzend bietet das Haus im Untergeschoss einen Fitnessbereich mit Sauna sowie einen Party- und Musikraum mit Proberäumen, die das Freizeit- und Begegnungsangebot bereichern und Orte für Austausch, Sport und Kultur schaffen.

WOHNEN – ORGANISATION
Die insgesamt 206 Wohneinheiten orientieren sich überwiegend nach außen und profitieren jeweils von Blicken in die Grünräume.
Es gibt drei Zimmertypen, die unterschiedliche Bedürfnisse abdecken: zwei Zweizimmerwohnungen im Erdgeschoss direkt am Garten für Eltern mit Kind, die flexibel auch als WG-Zimmer genutzt werden können, zwei barrierefreie Einheiten im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss sowie die 202 kompakten Einzelzimmer mit Bad und Küchenzeile. Diese Mischung gewährleistet eine flexible Nutzung und eine hohe Wohnqualität.

FREIRAUM – LANDSCHAFT
Die bestehenden Baumgruppen prägen nicht nur die Atmosphäre, sondern wirken auch als natürlicher Schattenspender und Schall- und Sichtpuffer.
Neue Pflanzungen ergänzen den Hof und die Gartenbereiche, schaffen abwechslungsreiche Aufenthaltszonen und verstärken die Identität des Campus. So entsteht ein vielschichtiger, lebendiger Wohnort, der private Rückzugsmöglichkeiten, halböffentliche Begegnungsräume und gemeinschaftliche Freiräume harmonisch vereint.



DATEN
Nutzfläche ca. 5.200m² BRI 25.000m³
